Külsheim

Die Stadtgeschichte






16 Brunnen
sprudeln in den Straßen und Gassen dieser fränkischen Kleinstadt, die meisten seit Jahrhunderten. Sie sind zum  Gütezeichen fränkischer Beständigkeit geworden. Dies kommt auch im Stadtwappen zum Ausdruck, in dem der aus dem 14. Jahrhundert stammende Kapellenbrunnen, der Dreischalenbrunnen, abgebildet ist. In seiner Nachbarschaft stehen auch die Schmuckstücke Külsheims, die in den Jahren 1439 - 1444 erbaute gotische Katharinenkapelle und die schlanke weinlaubumrankte Mariensäule aus dem Jahr 1739, auch hier ein Hinweis auf das Madonnenland.

Zum Mittelpunkt des Städtchens wurde der schmucke Fachwerkbau des Rathauses aus dem Jahre 1522. Der Brunnen davor zeigt das Wappen der Mainzer Beamtenfamilie Entenberg, gestiftet 1573. Die Kirchenstaffeln führen hoch zur "zweiten Etage" Külsheims, von der Siedlung zum Schloß und der stattlichen Martinuskirche. In der Mitte des 13. Jahrhunderts gelangten die Herren Dürrn in den Besitz dieser Siedlung und bauten das Schloß um. Vom Turm aus reicht der Blick frei und weit über Stadt und Landschaft. Traut und winkelig schmiegen sich die alten Häuser um den Burgberg und bauen sich längs der Hauptstraße auf. Drüben am Hohen Herrgott wächst ein vortrefflicher Wein, auf den die Külsheimer mit Recht stolz sein dürfen. Die weit in den Tauberraum und nahe zum Machtbereich der Bischöfe von Würzburg vorgeschobene Lage Külsheims an den wichtigen Geleitstraßen wurde von den politisch äußerst klug taktierenden Mainzer Erzbischöfen sehr wohl erkannt und durch den Freiheitsbrief von 1292 und die Erhebung zur Stadt dokumentiert. Damit endete die Leibeigenschaft.

Das heutige Külsheim verbindet alt und neu. Durch die Verwendung des Schlosses als Bürgermeisteramt und des historischen Rathauses als Sitz von Bank, Polizei und Stadtbücherei wird der Erhalt dieser historischen Gebäude für die Zukunft sichergestellt und der Zugang für die Öffentlichkeit gewährleistet. Durch sein Waldreichtum und eine ausgebauten Erholungeinrichtungen im Ortskern und außerhalb dokumentiert Külsheim seinen Erholungswert. Das Stadtgebiet Külsheim umfaßt neben der Kernstadt noch die in den Jahren 1971 bis 1975 im Zuge der Gemeindereform eingegliederten Gemeinden Hundheim, Eiersheim, Uissigheim, Steinbach und Steinfurt.





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Publiziert am: Montag, 10. Januar 2011 (1234 mal gelesen)
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